plastic Plastic vermeiden plastikfrei

10 Tipps für ein plastikfreies Leben im Haushalt – Zero Waste

Die Zero- Waste Bewegung auf dem Vormarsch –
oder Plastikfrei in ein besseres Leben


Plastik – und die Folgen für uns und unsere Umwelt

Wir Deutschen verursachen jährlich insgesamt 32 Tonnen Plastikmüll das sind 37 kg pro Person. Leider wird weniger als die Hälfte davon recycelt.

Wenn es so weitergeht schwimmt in ca 30 Jahren 3 mal mehr Plastik in unseren Ozeanen als Fische.

Schon jetzt verenden jährlich 1.000.000 Seevögel und 100.000 Meeressäuger an den Folgen des Plastikkonsums.

Durch den Konsum von zum Beispiel Fisch und Leitungswasser nehmen wir Mikroplastik in unseren Organismus auf. Der Darm kann Dieses nicht restlos ausscheiden und so bleibt das Mikroplastik in unseren Darmwindungen hängen.

Plastikmüll – wie kann ich den Verbrauch reduzieren?

Wenn man heutzutage nicht mit Scheuklappen durch die reale Welt und das WorldWideWeb spaziert, kommt man um diese Frage nicht umhin.

Überall wo man hinschaut tut sich gerade etwas in dieser Richtung. Sei es, dass große  Supermärkte in mini-Schritten umdenken und wiederverwertbare Take Away Beutel für Obst und Gemüse anbieten, oder kleine neue Läden eröffnen, in denen es überhaupt keine Verpackungen mehr gibt – Stichwort Unverpackt Läden.

Auch wenn es um Carsharing geht, oder Nachbarschafts Apps, in denen sich eben Diejenigen vernetzen, die nicht alles gleich neu kaufen wollen, sondern auf das Prinzip teilen setzen. War es früher noch völlig selbstverständlich beim Einkauf die drei Äpfel in eine Plastiktüte zu stecken, lässt man diese heute lieber liegen und legt die Äpfel lose aufs Band.

Man kann sagen, in den meisten Köpfen hat bereits ein Umdenken stattgefunden. Aber trotzdem sehen wir immer noch Menschen mit einzelnen Bananen in einer Tüte. Oder nach dem Grilltag im Park ihre Berge an Plastikmüll vom Billigfleisch aus dem Discounter einfach liegen lassen.

Das ist traurig und macht ein wenig nachdenklich. Sehen wir denn nicht täglich Bilder von mit Plastik überschwemmten Stränden, oder Tieren die qualvoll in Plastikresten eingewickelt verendet sind?

Was können wir selber tun, um unseren Haushalt plastikfrei zu halten- oder zumindest unseren Verbrauch reduzieren?

Wir sind mal ganz ehrlich, so ganz ohne Plastik kommen wohl die wenigsten von uns aus.

Denn auch wenn man schon umgedacht hat, wird es einem in vielen Lebenslagen nicht einfach gemacht. Werfen wir zum Beispiel mal einen Blick auf unser Shampoo und Duschgel. In den meisten herkömmlichen Kosmetikartikeln befindet sich Mikroplastik.

Oder man möchte lieber die Bio Gurke einkaufen – die sind fast immer Extra in Plastik eingepackt.

Trotzdem kann jeder etwas tun, um seinen Fußabdruck den er auf dieser Welt hinterlässt ein bisschen grüner zu machen. Denn auch wenn man nicht von heute auf morgen die Welt von Plastik befreien kann, sollten wir uns alle Mühe geben, dass es nicht noch schlimmer wird.

Wir haben als Start in ein Leben das Plastikfrei ist, 10 Dinge gesammelt, die jeder ganz einfach in seinen Alltag integrieren kann. Einen Schritt in in die richtige Richtung.

Die Umsetzung wird eure Umwelt und eure Gewissen erleichtern – viel Erfolg!

10 Tipps zur Plastikvermeidung / Plastikfrei im Alltag – die ersten Schritte in Richtung Zero Waste

  1. Loses Gemüse oder Beutel statt Plastiktüte

    Beim Einkaufen von Obst und Gemüse muss nicht alles extra in eine Plastiktüte gepackt werden. Dieses ist ja meist natürlich schon in der Schale verpackt. Für lose Lebensmittel wie Champignons bieten viele Supermärkte mittlerweile Mehrwegtüten an. Einfach zu Hause wieder in der Einkaufstasche deponiert – beim nächsten Einkauf ist die Mehrwegtüte wieder zur bereit!

  1. Taschentücher aus Kartonspender

    Taschentücher sind doppelt und dreifach meist in Plastik eingepackt. Es gibt die umweltfreundlichere Variante in der Papierbox. Die sind mittlerweile auch meist sehr dekorativ und sehen auf dem Tisch gut aus.

  1. Auf Flüssigseife verzichten

    Lieber ein Stück Seife, als einen Plastikseifenspender mit Flüssigseife.

  1. Stoffbeutel statt Papiertüte beim Bäcker

    Wenn man Brot beim Bäcker kauft kann man auf die Plastiktüte verzichten indem man selber einen Stoffbeutel mitbringt.

  1. Vorbereitet sein mit großer Tasche

    Vor der Shopping Tour eine große Tasche einstecken. So muss man nicht in jedem Geschäft eine neue Plastiktüte kaufen.

  1. Mehrwegbecher statt Wegwerfbecher

    Einen schönen Thermobecher  immer dabei haben. Sollte spontan Lust auf Kaffee aufkommen, kann man in vielen Cafés so auf den einweg To-Go Becher verzichten.

  1. Lieber Hörnchen als Eisbecher

    Im Sommer das Eis lieber im Hörnchen bestellen.

  1. Unverpackt Läden

    Läden die bewusst auf Verpackungen verzichten findet man immer öfter.  Einfach Mehrwegbehältnisse mitnehmen und darüber freuen, dass man seltener den Müll raus bringen muss.

  1. Kein Wasser in Plastikflaschen, besser selbst abfüllen

    Eine Mehrwegflasche mit Leitungswasser dabei zu haben erspart einem oftmals den Kauf einer Dose oder Einwegflasche unterwegs.

  1. Shampoo Bars, feste Bodylotion & Zahnpasta & auf Mikroplastik verzichten

    Und zu guter Letzt: in den meisten Kosmetikartikeln wie Duschgel, Peelings, Shampoo und Haarkuren, Gesichtscremes, Sonnencremes etc. befinden sich Mikroplastik Partikel. Diese sind gekennzeichnet als Polamyde (PA), Acrylate Copolymer (AC), Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) und Siloxane. Mittlerweile gibt es auch Kosmetik die ohne Mikroplastik auskommt. Schaut mal auf die Rückseite der Artikel um das herauszufinden. Oder noch besser, verzichtet gleich auf die Plastikflaschen: Es gibt immer mehr feste Shampoos und Conditioner Bars, genauso wie feste BodyLotion und auch feste Zahnpasta.

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Mikroplastik und Plastik Zyklus
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