Abnehmen mit basischer Ernährung / Basenfasten

Satt werden und trotzdem abnehmen – geht das?

Wir sagen: ja, und auch das Deutsche Institut für Ernährungsforschung (DlfE) bestätigt das. Das Zauberwort heißt: Energiedichte. Je geringer die ist, desto besser sättigt ein Lebensmittel bei geringerer Kalorienzahl. Das heißt, der Teller ist voll, und zwar mit wenig Kalorien, dafür aber reich an Vitaminen und Mineralstoffen, die den Magen gut füllen und für ein lange anhaltendes Sättigungsgefühl sorgen. Mit anderen Worten: Wer bei der Nahrungsmittelauswahl auf die Energiedichte achtet, darf zur Deckung seines Kalorienbedarfs mehr essen. Zufällig weisen fast alle basischen Lebensmittel eine geringe Energiedichte auf. Das heißt, wenn man sich an die Grundpfeiler der basischen Ernährung hält und viel frisches Gemüse isst, stehen die Chancen gut, dass man sich gesättigt fühlt und trotzdem oder gerade deswegen abnimmt.

Stoffwechselprobleme beim Abnehmen

Wenn es dir trotz Kaloriendefizit nicht gelingt, abzunehmen, kann das an deinem Stoffwechsel liegen. Bei vielen Diäten stehen Fleisch, Fisch und Milchprodukte ganz oben auf dem Speiseplan. Diese Lebensmittel bilden allerdings alle Säuren im Körper und verlangsamen so deinen Stoffwechsel und die Nährstoffversorgung. Wenn du stattdessen nicht nur die Kalorien zählst, sondern auch darauf achtest, mehr Basen als Säuren zu dir zu nehmen, sollte das deinen Stoffwechsel anregen und du so schneller abnehmen.

Was ist Basenfasten?

Beim Basenfasten, auch Basenkur genannt, ernährst du dich für einen gewissen Zeitraum von ein oder zwei oder auch mal vier Wochen rein basisch. In dieser Zeit isst du viel Bio-Gemüse, Salate und etwas Obst. Gemüse und Obst sind leicht verdaulich, gönnen deinem Magen-Darm-Apparat eine dringend notwendige Pause und liefern deinem Körper wertvolle Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe. Achtung: Ihr solltet unbedingt darauf achten, während des Fastens viel zu trinken, am besten Wasser und Basentee. Im Gegensatz zum Heilfasten, bei dem man nur Wasser und Säfte zu sich nimmt, kann man sich beim Basenfasten sogar satt essen und baut ganz nebenbei Säuren ab und leitet wichtige Heilprozesse des Körpers ein.

Wie bereite ich mich aufs Basenfasten vor?

• Vor allem, wenn du normalerweise viel Kaffee trinkst, fang am besten schon ein paar Tage vor dem Fasten damit an, deinen Kaffeekonsum zu reduzieren. Ansonsten können starke Kopfschmerzen während des Fastens auftreten, meist zwischen Tag 3 und Tag 6.
• Eine Darmreinigung vor dem Fasten kann dir dabei helfen, dass du weniger Blähungen als Reaktion auf das ungewohnt viele Gemüse und Obst hast. Beim Basenfasten nimmst du jede Menge ballaststoffreiche Lebensmittel zu dir, die deinem Darm helfen, sich zu reinigen. Je sauberer der Darm aber durch eine vorherige Darmspülung ist, das heißt je weniger „zugemüllt“ deine Darmwände sind, desto mehr Nährstoffe können von Anfang an aufgenommen werden. Das Basenfasten wird also umso effektiver. Zum Thema Darmreinigung kommt auch bald ein Artikel.
• Brauche alle nicht-basischen Lebensmittel rechtzeitig auf oder verschenke sie. Erstelle dir für die ersten Tage einen Speiseplan mit Gemüse und Obst, das du gerne isst, und kaufe möglichst in Bioqualität alles ein, was du brauchst. Dabei kann dir unsere Säure-Basen-Tabelle helfen.

Wie lange sollte ich Basenfasten?

Wenn du keine starken gesundheitlichen Einschränkungen hast, kannst du normalerweise ohne Probleme jederzeit eine ein- bis zweiwöchige Basenkur einlegen. Wenn du dich sehr gut damit fühlst, kannst du die Zeit auch auf bis zu sechs Wochen ausweiten. Wer zu Untergewicht neigt, sollte jedoch maximal eine Woche am Stück fasten. Bei Fragen oder Unsicherheiten besprich dich am besten mit deinem Arzt oder Heilpraktiker.

Für wen ist Basenfasten nicht geeignet?

Generell ist Basenfasten für jeden gesunden Erwachsenen geeignet, nur Schwangere und stillende Mütter sollten darauf verzichten, sich rein basisch ernähren. Stattdessen sollten sie besonders darauf achten, gesunde säurebildende Lebensmittel zu sich nehmen, um ausreichend wertvolle Nährstoffe aufzunehmen. Menschen mit chronischen Erkrankungen, Diabetiker und Menschen mit Essstörung sollten vor dem Fasten mit ihrem Arzt sprechen.

Kann man durch Basenfasten seine Essgewohnheiten ändern?

Na klar! Wenn du deine Basenkur erfolgreich durchgestanden hast, ist der erste Schritt bereits getan! Wenn du dich mit der basischen Ernährungsphilosophie gut fühlst, kannst du danach auf eine basenüberschüssige Ernährung umstellen, um dich auch nach dem Basenfasten langfristig fitter, wohler und gesünder zu fühlen. Dabei dürfen gute Säurebilder wieder 20 bis 30 Prozent deines Speiseplans einnehmen.

Ist es sinnvoll, auf Dauer rein basisch zu essen?

Nein, eine rein rein basische Ernährung, das heißt Basenfasten, ist maximal sechs Wochen am Stück zu empfehlen. Für eine ausgewogene Ernährung ist es wichtig, regelmäßig gute säurebildende Lebensmittel mit auf den Speiseplan setzen. Wir empfehlen dir daher eine basenüberschüssige Ernährung (umgangssprachlich ist meist die gemeint, wenn von einer basischen Ernährung gesprochen wird) mit 80 Prozent Basen und 20 Prozent Säuren. Wenn du mehr darüber erfahren willst, findest du hier mehr Infos.

Wo finde ich basische Rezepte?

Im Internet findet man jede Menge basische Rezepte. Falls du keine Lust hast, dich jeden Tag selbst in die Küche zu stellen, unterstützen dich unsere leckeren, rein basischen Fertiggerichte, die perfekt zum Basenfasten oder für eine basenüberschüssige Ernährung geeignet sind. Hier [Link zum Shop] findest du alle Gerichte und hier eine Übersicht der Supermärkte und Bioläden, in denen unsere Gläser erhältlich sind. Guten Appetit!