Müll Fasten Plastik fasten

In der Fastenzeit verzichten viele Menschen auf Alkohol oder Süßigkeiten. Doch warum nicht einmal etwas für die Umwelt tun und am Ende eventuell sogar damit weitermachen?

Heute möchte ich dir 7 Ideen vorstellen, wie du mal komplett anders fasten kannst und dabei noch etwas für die Umwelt tun kannst. Auf meinem Blog www.ecomonkey.de findest du noch weitere tolle Tipps und Ideen, wie du dein Leben nachhaltiger gestalten kannst.

  • Fasten mal anders: Einwegbecher beim Coffee-to-Go

Kaffee ist für viele wichtiger als Wasser. Oft komme ich ins Büro und muss erst einmal dabei zusehen, wie meine Kollegen wie Zombies zur Kaffeemaschine torkeln, um sich das erste Heißgetränk des Tages zu gönnen. Viele sind danach wie ausgewechselt und endlich ansprechbar. Gegen Kaffeekonsum ist prinzipiell auch nichts einzuwenden. Anders sieht es dagegen mit Coffee-to-Go aus. Die Deutsche Umwelthilfe hat mal berechnet, dass dadurch pro Jahr 40.000 Tonnen Müll anfallen.

Eine beachtliche Menge, die sich mit wenigen Tipps deutlich reduzieren ließe. Wenn du schlecht auf deinen Kaffee unterwegs verzichten kannst, dann nimm dir doch einfach einen Thermobecher mit, den du daheim auffüllst. Alternativ gibt es auch wiederverwendbare Becher zu kaufen, die du dir dann befüllen lassen kannst. Die beste Alternative ist aber sicherlich, sich ein wenig Zeit zu nehmen und einen guten Kaffee im sitzen zu genießen. Denn lass uns doch mal ehrlich sein: Coffee-to-Go schmeckt vielerorts nicht wirklich gut.

  • Fasten mal anders: Auf das Auto verzichten

Falls du ein Landei bist, dann wird der nachfolgende Punkt für dich sicher schwierig umzusetzen. Für alle Stadteulen gibt es dagegen keine Ausrede, denn die Anbindung mit Bus und Bahn ist in der Regel ausgezeichnet. Versuch also mal dein Auto stehen zu lassen und stattdessen auf die öffentlichen Verkehrsmittel auszuweichen. Dadurch reduzierst du deinen CO² Fußabdruck ungemein. Noch besser ist es, wenn du auf das Rad umsattelst. Dann tust du sogar noch etwas Gutes für deine Gesundheit.

  • Fasten mal anders: Bio statt konventionelle Landwirtschaftsprodukte

Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und Getreide aus konventioneller Landwirtschaft wird mit Pestiziden behandelt, wodurch die Böden auf Dauer stark leiden. Im Erdreich leben Milliarden von Organismen, Pilzen und Bakterien, die für die Fruchtbarkeit des Bodens sorgen. In der konventionellen Landwirtschaft wird ein Großteil dieser Organismen durch den Einsatz von Pestiziden vernichtet. Die zurückbleibende tote Erde muss mit Phosphaten und Stickstoffen bearbeitet werden, damit die angebauten Produkte wachsen.

Besser sieht es bei der ökologischen Landwirtschaft aus. Hier zahlt man mehr fürs Produkt, aber dafür hast du entweder gar keine Pestizide, oder nur geringe Mengen im Endprodukt. Wer BIO kauft unterstützt zudem auch die Idee, dass es Alternativen zur konventionellen Landwirtschaft gibt. Gleichzeitig werden die Böden und das Grundwasser geschont.

  • Fasten mal anders: Konsum mal links liegen lassen

Lass uns mal ehrlich zu uns selber sein. Wir haben in unserem Leben schon so viel unnützes Zeug gekauft, sodass wir quasi noch einen Keller im Keller anbauen müssten. Gerade in der Modebranche ist es ja fast schon Usus geworden, dass man sich jeden Monat mit 5 neuen T-Shirts eindeckt und die alten entsorgt. Aber Fast Fashion hat natürlich auch seinen Preis. Baumwolle benötigt horrende Mengen an Wasser und die Arbeitsbedingungen in Ländern wie Bangladesch sind meistens sehr schlecht. Zusätzlich werden zahlreiche Chemikalien eingesetzt, die größtenteils nicht fachgerecht entsorgt werden.

Versuche doch einmal deinen Konsum auf das Nötigste zu beschränken. Das gilt nicht nur für Fashion, sondern auch für andere Produkte. Stell dir einfach bei jedem bevorstehenden Spontankauf folgende Frage: „Brauche ich das jetzt wirklich?“. Warte dann 5 Minuten und wenn du dann noch immer denkst, dass du diesen Gegenstand benötigst, dann ab zur Kasse. Andernfalls lässt du ihn einfach liegen. Auf diese Weise sparst du Geld und schonst die Ressourcen unseres Planeten.

  • Fasten mal anders: Plastikfasten im Supermarkt

Plastik zu reduzieren ist generell eine super Idee. Oftmals ist es auch viel einfacher umzusetzen als man denkt. Denn in vielen Supermärkten – vor allem im Bio Supermarkt – findet man Obst und Gemüse auch oftmals lose. Einige Ketten bieten mittlerweile auch preiswert Gemüsenetze an, die sich immer wieder nutzen lassen. In diese kannst du dann dein Ost und Gemüse hineingeben und benötigst auf diese Weise weder Plastik- noch Papiertüten.

Um Plastik zu fasten bietet es sich an auf industrielle Lebensmittel weitestgehend zu verzichten. Denn solche Produkte sind eigentlich immer umfangreich verpackt. Versuche stattdessen auf richtige Nahrung umzusatteln. Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Getreide sind selbst in Bioqualität relativ günstig, gesund und versorgen dich mit vielen Nährstoffen.

  • Fasten mal anders: Gemüse statt Fleisch

Die Massentierhaltung hat einen großen Anteil am Klimawandel. So verursacht 1 kg Rindfleisch aus Brasilien so viele Emissionen wie eine Autofahrt über 1.600 Kilometer in einem Mittelklassewagen. Von den Folgeschäden für Böden und Grundwasser ganz zu schweigen. Da kann es nicht schaden, wenn wir öfter zu Gemüse und Obst statt zum Schnitzel greifen. Probiere also doch einfach mal dich eine Weile vegan, oder zumindest vegetarisch zu ernähren. Deine Gesundheit und die Umwelt werden es dir danken.

Leichter fällt es dir, wenn du pflanzliche Lebensmittel als Bereicherung ansiehst und ein wenig mit tollen Rezepten experimentierst. Du wirst feststellen, dass dir der Verzicht auf Fleisch gar nicht so schwerfallen wird.

  • Fasten mal anders: Leitungswasser statt Wasser aus dem Supermarkt

Du trinkst dein Wasser noch immer aus Plastikflaschen? Dann hast du jetzt die Gelegenheit das zu ändern. Wasser in Glasflaschen sind auf jeden Fall die bessere Alternative. Noch nachhaltiger lebst du, wenn du dein Wasser aus dem Hahn beziehst. Denn Leitungswasser hat in Deutschland eine sehr gute Qualität. Im Vergleich zu Wasser aus Plastikflaschen sparst du auf diese Weise eine Menge Plastik ein und lebst auch noch gesünder. Denn in Wasser aus Plastikflaschen werden regelmäßig Hormone nachgewiesen, die sich auf dem Plastik absondern und gesundheitsgefährdend sein können. Wasser aus Glasflaschen ist da schon besser, wird aber teilweise recht weit transportiert, wodurch sich wieder C0² Emissionen ergeben. Mit Leitungswasser bist du in der Regel nachhaltiger und auch deutlich günstiger unterwegs.

Author: Dominik Ricken

Mikroplastik und Plastik Zyklus