Kuhmilch Säugling


Neu entdeckte Erreger in Fleisch und Milch können chronische Entzündungen im Körper verursachen

Diese Erreger werden in der Fachsprache Bovine Meat and Milk Factors BMMF genannt. DNA-Bestandteile aus Rindfleisch und Kuhmilch könnten für die Entstehung von Darmkrebs und Brustkrebs verantwortlich sein. Durch die 10 jährige Analyse von Volkskrankheiten (Epidemiologie) und Völkerübergreifenden Ernährungsmustern stellten die Mediziner Ethel-Michele de Villiers und Harald zur Hausen die These auf, dass durch die BMMF Erreger eine chronisch-entzündliche Reaktion im Gewebe entsteht, die Krebs fördern kann.

Die Ergebnisse der Völkerübergreifenden Krebs Analyse:

  • In den Ländern in denen viel Rindfleisch vom europäischen Rind verzehrt wird (Europa, Nordamerika, Argentinien und Australien) ist Darmkrebs sehr stark verbreitet, meldet das Deutsche Krebsforschungszentrum.
  • Die indische Bevölkerung leidet kaum an Darmkrebs. Der Rindfleisch verzehr ist sehr gering, da die Tiere als heilig gelten.
  • Außerdem besteht ein geringes Krebsrisiko in Bolivien und der Mongolei, wo kein Fleisch importiert wird und nur die heimischen Zebus Rinder oder Zebus Kreuzungen verzehrt werden.
  • Die Krebserkrankungen steigen in Japan und Korea mit den Fleischimporten und dem Fleischkonsum.
  • Außerdem fiel auf, dass Menschen mit Lactoseintoleranz seltener an Brustkrebs leiden.

Säuglinge und Kuhmilch

Säuglinge sollten niemals mit Kuhmilch gefüttert werden. Nicht nur die Nährstoffzusammensetzung ist nicht auf das Baby abgestimmt auch ist es sehr Wahrscheinlich, dass die Kleinen bereits früh mit dem BMMF Erreger angesteckt werden und dieser erst nach Jahrzehnten ausbricht. Säuglinge haben noch keinen Immunschutz und können sich sehr leicht infizieren. Stillen ist nicht nur für das Kind das Beste, auch das Brustkrebsrisiko der Mutter sinkt. In Muttermilch und auch in vielen Milchpulvern für Kinder sind Zuckerverbindungen enthalten, die verhindern, dass sich bestimmte Erreger verbreiten. Erst ab einem Jahr hat das Kleinkind einen eigenen Immunschutz.

Krebserkrankungen entstehen durch Parasiten, Bakterien und Viren

Es ist bereits bekannt, dass durch unterschiedliche Erreger, die eine chronische Entzündung aufrufen, Krebs entstehen kann. Wie genau das passiert ist nicht geklärt.
Zum Glück soll nur eine von 100 krebsauslösenden Infektionen zu einer Krebserkrankung führen.

Der Bundesmarktverband für Vieh und Fleischkonsum schätzt den pro Kopf Verbrauch auf 60 Kilogramm. Laut dem deutschen Krebsforschungszentrum gilt als Quelle von BMMF hauptsächlich das europäische Rind.

Natürlich erhöht auch Tabak und Alkoholkonsum das Krebsrisiko.

Der Entdecker der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs erhielt 2008 den Nobelpreis

Harald zur Hausen erkannte, dass humane Papillomviren die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs begünstigen und durch seine Forschung wurde der seit 2006 verfügbare HPV Impfstoff entwickelt, der die dritthäufigste Krebserkrankung von Frauen verhindert. Seit 2014 beschäftigt er sich mit der Frage, ob es durch den vermehrten Konsum von Fleisch- und Milchprodukten zu einer Vielzahl von Krebs Infektionen kommt.

Weiter Informationen zum Thema finden Sie in der Pressekonferenz des dkfz.

Mehr Gemüse weniger Milchprodukte

Unser Fazit: Mehr Gemüse Essen, weniger Fleisch und Milchprodukte. Damit tun Sie Ihrer Gesundheit etwas gutes und zugleich der Umwelt.

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