Gesunde Fertiggerichte: Warum eigentlich nicht!?

Gesunde Fertiggerichte - Warum eigentlich nicht
Fertiggerichte gelten als ungesund – und das leider oft völlig zurecht. Die meisten sind voll mit Zucker, Süßungsmitteln, deren Namen sich kaum jemand merken kann, Emulgatoren, Geschmacksverstärkern, Transfetten, Füllstoffen und Konservierungsmitteln. Wir zeigen Euch, wie wir gesunde Fertiggerichte produzieren.

Nährstoffe? Vitamine? Sind nach langen Koch- und Sterilisationsprozessen fast nicht mehr übrig! Auch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) kritisiert vor allem die großen Lebensmittelkonzerne, die stark verarbeitete Lebensmittel anbieten. Das Ministerium verpflichtet die Lebensmittelindustrie, Zucker, schädliche Zutaten und ungesunde Fette bis 2025 zu reduzieren. Aber ist eine Reduktion wirklich ausreichend? Oder müsste man nicht eigentlich viel grundsätzlicher an die Sache herangehen und die ganze Branche einmal auf den Kopf stellen? 2017 haben wir uns gefragt, warum es das eigentlich nicht gibt: gesunde Fertiggerichte, frei von Zusätzen und Süßungsmitteln, stattdessen mit guten Ölen, wenig Salz und am besten in Bio-Qualität. Als wir angefangen haben, tiefer in die Materie einzusteigen, haben wir ganz schön gestaunt. Lust auf gesunde Fertiggerichte? Los geht’s!

Warum gelten Fertiggerichte bzw. Convenience Produkte als ungesund?

Fertiggericht bedeutet leider in vielen Fällen: Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe, ungesunde Fette, Zucker, Süßstoffe und häufig auch zu viel Salz.

In der Nahrungsmittelindustrie erfreuen sich günstige Rohstoffe und Fette wie Sonnenblumenöl oder Palmöl, Weizen, Milch und Zucker großer Beliebtheit. Dazu kommen Farbstoffe, damit die Produkte trotzdem möglichst natürlich aussehen – völlig absurd, wenn man darüber nachdenkt. Für den Geschmack werden künstliche Aromen und chemische Substanzen beigemischt. Viele Rohstoffe enthalten zudem Pestizide oder Antibiotika. So sind Tiefkühlpizzen, Tütensuppen, Süßspeisen, Nudelgerichte alles, nur nicht gesund. 

Warum aber produzieren große Lebensmittelkonzerne auf diese Weise?

Ganz einfach: Die Produktion soll möglichst unaufwändig sein, die Herstellung preiswert, das Produkt möglichst lange haltbar und die Preise günstig. Und warum sollten die Konzerne etwas  ändern? Schließlich sind sie mit dem Konzept erfolgreich: 462.033 Tonnen Fertiggerichte und Convenience Food landeten allein 2019 auf den deutschen Kassenbändern und bescherten der Lebensmittelbranche so einen Umsatz von 3,9 Milliarden Euro. Wir sprechen viel zu selten darüber, was wir da Tag für Tag zu uns nehmen, während zu viele Menschen in ihrem Alltag auf Fertigprodukte angewiesen sind. So konsumieren wir Tag für Tag Essen, das uns auf lange Sicht krank macht.

Wie viele Nährstoffe enthalten Glas- oder Dosensuppen?

Dosensuppen oder Eintöpfe können theoretisch je nach Gemüseanteil und Zutatenliste fast so viele Nähr- und Ballaststoffe enthalten wie frisch gekochte Suppen.

Da das Gemüse, das in Dosensuppen landet, nach der Ernte meist direkt verarbeitet wird, gibt es kaum Nährstoffverluste. Meist wird das Gemüse nur kurz blanchiert und dann luftdicht verschlossen und pasteurisiert. Viele empfindliche Vitamine werden so vor Licht und Sauerstoff geschützt. Weil die Flüssigkeiten in Suppen und Eintöpfen nicht weggeschüttet werden, bleiben viele Nährstoffe, die sich beim Kochen in der Flüssigkeit sammeln, erhalten. Lediglich das wasserlösliche Vitamin C ist wird durch den Kochvorgang reduziert.

Die Realität sieht allerdings leider meist anders aus.

Schaut man sich die Inhaltsstoffe an, werden den meisten Suppen und Eintöpfen Geschmacksverstärker, zu viel Salz und Zucker beigefügt. Vor allem Zucker erwarten wir jedoch in salzigen Lebensmitteln oft nicht, dabei versteckt er sich häufig nur hinter Begriffen wie Saccharose, Dextrose oder Glukose und wird leider in beinahe jedes Fertiggericht hineingeschmuggelt. Dabei macht Zucker uns abhängig und krank –  Fettleibigkeit, Diabetes und Arterienverkalkungen nehmen immer stärker zu. Auch wenn sie auf Süßspeisen und zuckerhaltige Getränke verzichten, ist den meisten Menschen nicht bewusst, dass sie auch in Lebensmitteln wie Wurst und Milchprodukten tagtäglich oft jede Menge Zucker konsumieren.

Und auch die gute, alte Konservendose ist gar nicht mal so harmlos, wie sie aussieht. Selbst wenn sie gut recycelbar ist und Ressourcen schonend produziert wurde, kann sie schädliche Stoffe wie Bisphenol-A (BPA) enthalten. Es dient der Beschichtung auf der Innenseite, kann allerdings die Gesundheit belasten.

Brauchen Fertiggerichte wirklich immer künstliche Zusätze, um haltbar zu sein?

Nein, eigentlich brauchen Fertiggerichte weder künstlichen Zusätze noch zusätzlichen Zucker. Durch Rohstoffe mit geringer Qualität und günstige Produktionsverfahren leidet jedoch meist auch der Geschmack, sodass Zusätze fast immer notwendig sind, um diese Mängel zu vertuschen. Heißt im Klartext: Nur wer höhere Preise und aufwändigere Verfahren auf sich zu nehmen bereit ist, kann auch die Zusätze weglassen. Und das scheint die Industrie bisher in den meisten Fällen leider noch nicht zu sein, gesunde Fertiggerichte sind (bisher) schwer zu finden.

Sind Bio-Fertigprodukte besser als konventionelle Fertigprodukte?

Fertigprodukte aus Bio-Qualität punkten in vielerlei Hinsicht im Vergleich zu konventionellen Produkten.

Die Rohstoffe wurden ökologisch angebaut, deren Produzenten verzichten auf chemische Düngemittel und Pestizide. Stattdessen enthalten sie von Natur aus mehr Nährstoffe und mehr Geschmack. Außerdem dürfen Produkte mit dem Bio-Siegel nicht mit Geschmacksverstärkern versehen werden. Leider zählt Hefeextrakt nicht dazu, obwohl es in der Lebensmittelbranche ausschließlich eingesetzt wird, um den Geschmack von neutraleren Inhaltsstoffen positiv zu beeinflussen. In Hefeextrakt ist nämlich natürliches Glutamat enthalten. Das ist erst mal nicht schädlich, natürliches Glutamat kommt ebenfalls in geringen Mengen in Erbsen, Kartoffeln und Pilzen vor. Doch obwohl es keine gesundheitsschädlichen Wirkungen hat, wird mit diesem dieser Zusatz das Aroma eines Gemüses klar verfälscht. Wer also nicht vom Geschmack von mit Hefeextrakt zugesetzten Bio-Fertiggerichten getäuscht werden möchte, sollte auf die Inhaltsstoffe achten.

Das perfekte Bio-Fertiggericht ohne Zucker, das wie selbstgekocht schmeckt – gibt’s das?

Klar ist dies eine eher rhetorische Frage. Denn wir konnten bei unserer Recherche quasi keine Produkte finden, die unseren Anforderungen entsprochen hätten. Ein weiteres Ergebnis: Irgendwer muss endlich mal das Thema gesunde Fertiggerichte angehen. Je stressiger unsere Leben werden, umso wichtiger ist es, ohne schlechtes Gewissen oder lange Suche am Ende eines langen Arbeitstags einfach ins Kühlregal greifen zu können und etwas Gutes dabei herauszufischen. Mit dieser Vision haben wir Ella’s Basenbande gegründet: Gesunde Fertiggerichte für jede Tageszeit. 

Unsere Ansprüche bei der Entwicklung

  • schonend zubereitet
  • transparente Inhaltsstoffe
  • 100 Prozent Bio-Zutaten
  • clean & frei von Zusätzen
  • frei von schädlichen Zutaten
  • frei von Zuckerzusätzen & Süßungsmitteln
  • reich an Mineralstoffen, Spurenelementen & Vitaminen
  • auch ohne Konservierungsmittel lange haltbar
  • im wiederverwendbaren Glas
  • und natürlich: super lecker

Ihr könnt Euch sicher vorstellen, wie wahnsinnig stolz wir sind, dass wir es nach einer zweijährigen Entwicklungsphase tatsächlich geschafft haben, wirklich gesunde Fertiggerichte auf den Markt zu bringen.  Wir hoffen sehr, dass viele andere Unternehmen unserem Vorbild bald folgen.

Denn die Welt verändern wir nur, wenn alle mitmachen!

Und natürlich versuchen auch wir, Tag für Tag besser zu werden. Wir optimieren unsere Produkte und Prozesse kontinuierlich und verfolgen für die Entwicklung zukünftiger Lebensmittel stetig die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Ihr habt Fragen, Ideen, Anregungen oder Hinweise, die uns dabei unterstützen, unsere Produkte noch besser zu machen? Schreibt uns an: [email protected]

In diesem Sinne: Passt auf das auf, was Ihr esst, bleibt gesund und natürlich: Lasst es Euch schmecken! Bon Appetit!