Übersäuerung durch falsche Ernährung

Übersäuert der Körper durch falsche Ernährung?

Die heutige Ernährung der meisten Menschen, kombiniert mit dem zunehmenden Stress und Druck unserer Welt, resultiert in einer Übersäuerung von Millionen von Menschen. Schon vor 2.500 Jahren stellte Hippokrates fest: Von allen Zusammensetzungen unserer Körpersäfte wirkt sich die Säure zweifellos am schädlichsten aus. Recht hat er! Dabei hat Übersäuerung nichts mit dem Magen, sondern mit dem Blut und unseren Puffersystemen zu tun. Hervorgerufen wird sie durch ein Ungleichgewicht in unserem Säure-Basen-Haushalt und ist damit die Basis vieler Krankheiten.

Erste Anzeichen für eine Übersäuerung

Erste Anzeichen einer Übersäuerung können Muskelschmerzen und -krämpfe, allgemeines Unwohlsein, anhaltende Müdigkeit, Infektanfälligkeit, Sodbrennen oder Kopfschmerzen sein. Auch Hautprobleme wie Akne, Allergien, Ekzeme oder Hautausschläge sind dermatologische Hinweise auf einen niedrigen pHWert im Körper, bei dem der Körper versucht, sich über die Haut zu entgiften.

Macht Übersäuerung krank?

Viele Krankheiten können durch eine Übersäuerung hervorgerufen werden, die bei einer schlechten Ernährung, wenig Bewegung und langanhaltendem Stress schneller auftreten als mit einer ausgewogenen, gesunden Ernährung und einem achtsamen Lebensstil. Nierenerkrankungen, Gallensteine, Bluthochdruck, Sodbrennen und Osteoporose können schwere Folgen einer übersäuernden Ernährung sein. Medikamente helfen oft nur kurzfristig. Stattdessen sollte der Fokus unter Absprache mit deinem Arzt eine gesunde, basenüberschüssige Ernährung sein, die Gemüse in den Mittelpunkt stellt und säurebildende Lebensmittel stark reduziert. Auch schwache Knochen und Zahnprobleme können ein Zeichen von Übersäuerung sein, bei denen der Körper versucht, sich selbst zu regulieren, und dafür seine Kalziumreserven aus den Knochen oder Zähnen zieht, um der Übersäuerung entgegenzuwirken. Das Resultat sind Osteoporose, spontane Knochenbrüche, eine Entmineralisierung des Zahnschmelzes, empfindliche Zähne oder Zahnfleischbluten. Der Säureausgleich kann teilweise über die Nieren, die Knochen, die Haut und das Bindegewebe stattfinden. In einem gesunden Körper wird der Säure-Basen-Haushalt durch unsere Puffersysteme umfangreich reguliert. Das ist jedoch nur möglich, wenn wir über unsere Ernährung nicht ständig einen Säureüberschuss haben. Mit einer permanenten Übersäuerung sind auch unsere Puffersysteme überfordert.

Grundsätzlich sind Säuren lebensnotwendig. Wichtig ist jedoch ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Säuren und Basen. Auf die Dauer ist es daher wichtig, in einem leicht basischen Bereich zu bleiben und Übersäuerung vermeiden, um so Beschwerden zu verhindern. Säurebildende Lebensmittel sollten deshalb nur etwa 20 Prozent unseres Speiseplans einnehmen.

Um es gar nicht erst dazu kommen zu lassen, dass durch eine Übersäuerung irgendwann Stoffwechselabläufe gestört werden und Krankheiten entstehen, ist Prävention das A und O! Am besten fangen wir so früh wie möglich an, uns einen gesunden Lebensstil anzueignen, und bringen bereits unseren Kindern bei, wie eine gesunde Ernährung aussieht.

Welche Lebensmittel sind säurebildend?

Tierisches Eiweiß, pflanzliche Proteine, Milchprodukte, Eier, Fisch und Fleisch sowie Getreide und einige Nüsse sind säurebildend, ebenso Zucker, Kaffee, Alkohol und gesüßte Getränke.

Gemüse und Obst geben dem Körper dagegen die benötigten Basen. Das bedeutet nicht, dass wir komplett auf säurebildende Lebensmittel verzichten müssen, im Gegenteil: Auch sie versorgen uns mit wichtigen Nährstoffen. Es geht dabei, wie so oft, um die Balance und darum, ein passendes Gleichgewicht zu
finden.

Wenn du dich näher mit deiner Ernährung beschäftigen möchtest, kann es für den Anfang sinnvoll sein, anhand eines Ernährungsprotokolls deine Essgewohnheiten zu kontrollieren. Auch eine Überprüfung des pH-Werts des Urins kann sinnvoll sein. Für ein umfangreiches Bild kannst du auch dein Blut mit der Methode nach Jörgensen checken lassen. Der sogenannte Puffergehalt der Zellen gibt dabei einen Rückschluss auf den Grad der Übersäuerung. Dies ist allerdings leider nur in Speziallaboren möglich. Aber auch eine Ernährungsumstellung auf „gut Glück“ wirkt manchmal Wunder. Wenn du dich weiter mit dem Thema basische Ernährung und basenüberschüssige Ernährung auseinander setzen willst, findest du hier  mehr Informationen.